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Spaß als oberstes Ziel -

Isabel Steiner und ihr Weg, Gangpferdereiter zu glücklichen Töltreitern zu machen

Möchtest du tölten?

Locker und entspannt den vierten Gang genießen?

Ohne Kraftanstrengung und mit gutem Gewissen, weil du dein Pferd über den Rücken reiten kannst?

Findest du es nicht merkwürdig, so häufig zu hören, du musst deinen Isi traben?

Klingt es für dich logisch, dass es in der Pferdeausbildung keine „Quick fixes“ gibt? Dass durch die Nutzung von Ballenboots oder unterschiedlich schwerem Beschlag das Grundproblem eines taktunreinen oder mangelnden Tölts nicht behoben, sondern nur an den Symptomen gekratzt wird?

Wenn deine Antwort auf diese Fragen „ja“ lautet, könnte dieser Artikel für dich wirklich interessant sein.

Freu dich, wenn dein Isländer dir den Tölt anbietet. Wenn du gelernt hast, ihn gesund zu reiten, gibt es keinen Grund, ihn zum Trab zu zwingen. Ein Pferd muss nicht traben, um „über den Rücken zu gehen“. Trabt dein Isi noch, hat aber die Veranlagung zum Tölt, wird er im Laufe einer soliden Ausbildung von sich aus in diesen Gang hineinfinden. Der Schlüssel ist die Balance durch eine ehrliche, lückenlose Grundausbildung. Und da ist man auch schon beim Dreh- und Angelpunkt angekommen: dem Reitersitz. Falls dich Anweisungen wie „gerade sitzen“, „langes Bein“, „äußere Hand niemals über den Widerrist“, „innerer Schenkel - äußerer Zügel“ aus deinem bisherigen Reitunterricht noch nicht weitergebracht haben, mag das höchstwahrscheinlich daran liegen, dass sie nur die halbe Wahrheit sind. Denn ohne die entsprechenden Erklärungen dazu bzw. die Einbettung in den Gesamtzusammenhang können diese Anweisungen nicht ihre gewünschte Wirkung entfalten.

Jedoch ist es leider nicht immer einfach, einen Reitlehrer zu finden, der genau das tut. Eine dieser Ausbilder ist Isabel Steiner. Sie blickt mittlerweile sowohl auf eine jahrzehntelange Erfahrung in der Ausbildung von Reitern, als auch unterschiedlichster (Gang-)Pferderassen, wie beispielsweise Isländern, Aegidienbergern und Paso Peruanos zurück. Sie erreichte mehr als zehn Europameistertitel des PPE (Paso-Peruano-Verband Europa) und ist selbst leidenschaftliche Paso-Züchterin. Über zwanzig Jahre war sie Schülerin von Bent Branderup. Er ist der Gründer der Akademischen Reitkunst. Diese basiert auf dem Wissen der alten Reitmeister, angefangen von Xenophon, Pluvinel, Guérinière, Newcastle bis zu Steinbrecht - um nur die bekanntesten aufzuzählen – und verbindet diese mit den aktuellsten Erkenntnissen der (Biomechanik-)Forschung. Bents Lebensziel ist es, das Wissen der alten Meister wiederzubeleben und ihre Arbeit zu erklären. Seit Jahrzehnten widmet er seine Zeit der Reitkunst, einer nie endenden Reise in die Arbeit der alten Meister und die Arbeit mit seinen eigenen Pferden und Schülern. Sein Leitspruch „Zwei Geister, die wollen, was zwei Körper können“ schließt ein, dass er Pferde nicht nur physisch, sondern auch mental ansprechen und fördern möchte. Der überlegte Gebrauch gymnastizierender Übungen soll das Pferd aufbauen und es gesund erhalten. Die Akademische Reitkunst beginnt mit dem Bewusstsein, dass das Pferd ein wertvolles Lebewesen, ein Lebenspartner ist. Eine Kommunikation zwischen Pferd und Mensch aufzubauen, wird durch stetiges Sammeln von Wissen und bestimmte, sich stets verfeinernde, Hilfen erreicht. „Die sanfteste Hilfe ist immer die Beste“, erläutert Bent. Das Ziel ist, sowohl körperlich als auch geistig dem Pferd so nahe zu kommen, dass Zuschauer den Eindruck eines Tanzpaares erhalten. Der Reiter übernimmt die Verantwortung, so dass das Pferd Vertrauen in den Reiter und dessen Führung hat. Im Endeffekt lernt das Pferd, seinen Körper so zu bewegen, dass es den Reiter gesund und balanciert tragen kann.

Der nächste Kurs mit Isabel Steiner findet am 21.-22.Juni statt. Jetzt noch schnell anmelden - mit oder ohne Pferd. ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )