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Das Islandpferd PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 03. Dezember 2008 um 23:26 Uhr

Islandpferde Portrait:

"Eine Pferderasse, die magisch anzieht: Islandpferde - nicht umsonst nennt man sie "Die Sagenhaften"!

Menschen, die einmal von der Faszination für Islandpferde gepackt werden, lässt diese Leidenschaft so schnell nicht wieder los. Und das Erstaunliche: Jeder, der nach dem Grund für diese Faszination gefragt wird,  sagt etwas anderes. Für die einen ist es die Herkunft, die Ursprünglich einer Pferderasse, die sich auf Island in über 1.000 Jahren Reinzucht entwickelt hat und sich damals wie heute in einer eindrucksvollen Farben- und Typenvielfalt präsentiert. Das raue Klima und die wilde Schönheit der isländischen Landschaft sind in diesem Pferd perfekt vereint.

Andere schätzen die Vielseitigkeit dieser intelligenten, robusten und freundlichen Pferderasse. Schließlich bieten Islandpferde ihren Reitern neben den konventionellen Gangarten Schritt, Trab und Galopp auch noch Tölt und/oder Rennpass an. Wer sich einmal von der Lebendigkeit und Mühelosigkeit eines taktklaren Tölts und dem Geschwindigkeitsrauch eines rasanten Rennpasses hat mitreißen lassen, wird diese Gangart bei anderen Pferderassen schmerzlich vermissen.

Für manche wiederum ist die Leistungsfähigkeit der Islandpferde das herausragende Charaktermerkmal. Trotz eines Stockmaßes von nur etwa 1,35 bis 1,45 Metern sind sie vollwertige Reitpferde auch für die Erwachsene. Schließlich dienten sie in Island über Jahrhunderte auch als Lastpferde. Dabei haben sie seit jeher schwierigste Strecken durch unwirtliches Gelände mit großer Trittsicherheit zurücklegt und überzeugen auch heute noch durch ihre ausdauernde Lauffreude.

Die meisten aber lieben Islandpferde als echten Freizeitpartner: Ob man ein Pferd für erholsame Ausritte über Wiesen und durch Wälder schätzt oder sportliche Herausforderung bei Reitturnieren sucht, unter den Islandpferden findet man garantiert einen passenden Reitgefährten. Oft ist sogar ein Pferd dabei, mit dem ein Ritt durch Natur genauso viel Spaß macht, wie die Teilnahme an einem Islandpferdeturnier." *)

Sonnenreiter

Der Sonnenreiter
Heute das Zeichen der FEIF, der Föderation europäischer Islandpferdefreunde.
Die erhobenen Arme des Reiters signalisieren: "Ich komme als Freund"

*) Quelle: Islandpferde-Reiter- und Züchterverband IPZV e.V. - Informationsbroschüre

 

Aussehen der Isländer

Größe:
ca. 1,30 m bis 1,50 m

Farben:
Rappen, Füchse (am Häufigsten), Braune, Falben, Schecken, Schimmel, Isabellen, Windfarbene (eigentlich alle Farben außer Tigerschecken)

Gangverteilungen:
Viergänger (Schritt, Trab, Tölt, Galopp), Fünfgänger (Schritt, Trab, Tölt, Galopp, Rennpass), Naturtölter ohne Trab (Schritt, Tölt, Galopp), Dreigänger (Schritt, Trab, Galopp) - eher unerwünscht!

Typen:
Ponytyp: kompaktes Gebäude, kräftige Beine, breite Brust Pferdetyp: lange Linien, hochbeinig, eher zierlich

Eigenschaften:
Robustheit (leben am liebsten draußen!), Temperament (laufen vielen Großpferden einfach davon!), Charakterstärke (Isis wissen, was sie wollen!)

Entstehung der Rasse

Geschichte:
Die ersten Pferde kamen mit den ersten norwegischen Siedlern nach Island. Diese Pferde waren Ponies der Germanen. Durch Kreuzungen mit Keltenponies (die die Wikinger von ihren Raubzügen aus England und Irland mitbrachten) entstanden die bis heute genetisch unveränderten Islandpferde.

Reinzucht:
Vor über 1000 Jahren wurde beim Althing, der isländischen Versammlung, beschlossen, die Islandpferde nicht mit anderen Rassen zu kreuzen. Deswegen wurde ein Importverbot für alle Pferde verhängt. Dieses ist noch heute gültig. Durch diese Reinzucht weisen alle Islandpferde ähnliche Aussehens- und Charaktermerkmale auf.

Haltung

In Island wurden und werden die meisten Islandpferde im Herdenverband halbwild gehalten. Den Sommer verbringen sie allein unter sich im Hochland und gebären dort ohne menschliches Einwirken ihre Fohlen. Diese Natürlichkeit gilt es auch bei uns zu erhalten. Islandpferde sollen auf jeden Fall in Herden gehalten werden. Nun werde ich euch die beiden Haltungsmöglichkeiten vorstellen, die ich für ideal halte (übrigens nicht nur für Isis!).

Die Offenstallhaltung:
ein Offenstall ist ein Stall, der von den Pferden jederzeit betreten und verlassen werden kann. Vor dem Offenstall sollte sich ein Auslauf befinden, der so groß sein soll, dass die Pferde dort genügend Platz zum Spielen, Liegen und Wälzen haben. Der Auslauf kann zum Beispiel mit Sand oder Rindenschnitzeln belegt sein, dies bietet den Pferden einen angenehm weichen Untergrund. Die Offenstallhaltung ist für die Wintermonate ideal. Im Stall können die Pferde Schutz vor Regen, Schnee oder Kälte finden (was sie meistens aber gar nicht wollen!) und im Auslauf können sie sich nach Herzenslust austoben.

Die Weidehaltung:
Im Sommer ist die Weidehaltung für Islandpferde am artgerechtesten. Reitpferde, die sehr zum Dickwerden neigen, können im Sommer weiterhin im Offenstall gehalten werden und können dann stundenweise auf die Koppel gelassen werden. Für Zuchtstuten, Fohlen und Jungpferde empfiehlt sich hingegen die reine Weidehaltung. Hierbei sollte den Pferden möglichst eine Weidehütte zur Verfügung stehen, damit sie sich vor störenden Insekten flüchten können.

Ernährung

Islandpferde sind sehr leichtfuttrig, das heißt, sie stellen keine allzu hohen Ansprüche an ihre Ernährung (und neigen deshalb auch zum dick werden). Damit ein Islandpferd alle Nährstoffe bekommt, die es braucht, sollte es folgende Sachen bekommen:

- Heu, bzw. Silage oder Gras - Mineralfutter - Salz (am Besten in Form eines Salzlecksteins)
Pferde, die geritten werden, sollten zusätzlich noch Kraftfutter (Mischungen, Hafer) bekommen.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen:
Jedes Pferd sollte gegen Tetanus und Tollwut geimpft sein. Diese beiden Impfungen sind unbedingt nötig! Eine weitere sinnvolle Impfung ist die Impfung gegen Influenza.

Wurmkuren:
Jedes Pferd muss viermal im Jahr entwurmt werden. Schon die Fohlen sollten in jedem Fall regelmäßig entwurmt werden.

Die Gänge

Das Islandpferd hat den meisten anderen Pferderassen zwei Gänge voraus - den Tölt und den Pass! Die Gänge haben sich durch die lange Reinzucht so gefestigt, dass heute nahezu jedes Islandpferd den Tölt und viele von ihnen zusätzlich den Pass beherrschen.

Bei den Isländern werden folgende Gangtypen unterschieden:

  • Dreigänger:   Schritt, Trab, Galopp
  • Viergänger:   Schritt, Trab, Galopp, Tölt
  • Fünfgänger:   Schritt, Trab, Galopp, Tölt und Rennpass

 

Der Tölt:

Link zur Animationen des Künstler Pétur Behrens auf der Homepage der isländischen Zeitschrift Eidfaxi

Der Tölt ist eine Viertaktgangart. Er hat die gleiche Fußfolge wie der Schritt (also: hinten rechts, vorne rechts, hinten links, vorne links, und so weiter...) Im Gegensatz zum Schritt gibt es im Tölt aber auch eine Einbeinstütze, das heißt, dass zeitweilig nur noch ein Fuß den Boden berührt. Die Geschwindigkeit des Tölts variiert vom Schritt- bis zum Galopptempo und ist vom jeweiligen Talent und Ausbildungsstand des Pferdes abhängig. Der perfekte Tölt ist ein gleichmäßiger Viertakt. Es gibt aber auch eine Vielzahl an Taktfehlern, die vor allem durch die mangelnde Ausbildung von Pferd und Reiter zustande kommen:

- Passtölt (meist bei Fünfgängern oder stark gespannten Viergängern, der Tölt verschiebt sich in Richtung Pass, meist ist das Pferd im Rücken verspannt)
- Trabtölt (meist bei sehr traborientierten Viergängern, der Tölt verschiebt sich in Richtung Trab, das Pferd "fällt auseinander")
- Galopprolle (das Pferd töltet, aber es geht mit einem Vorderbein weiter nach vorne als mit dem anderen, als ob es angaloppieren will, dadurch ergibt sich ein ungleichmäßiger Takt, meist bei "schiefen" Pferden)
- Tribulieren (das Pferd stoppt kurz mit dem Bein, das eigentlich auf dem Boden aufsetzen sollte, dadurch setzt das Bein, das danach aufsetzen sollte, vorher auf, das Pferd gerät aus dem Takt, macht Hüpfer; bei sehr verspannten Pferden)

Dies sind die häufigsten Taktfehler beim Tölten. Fast alle resultieren von Fehlern des Reiters (Ausnahmen: Pferde mit sehr fehlerhaftem Gebäude, zum Beispiel Pferde mit sehr kurzem, tiefen Hals, stark überbaute Pferde oder Pferde mit extrem geradem Rücken. Diesen Pferden fällt es schon aufgrund ihres Gebäudes sehr schwer, taktklar zu tölten)

 

Der Rennpass:

Link zur Animationen des Künstler Pétur Behrens auf der Homepage der isländischen Zeitschrift Eidfaxi

Der Rennpass ist eine sehr schnelle und kraftvolle Gangart im Zweitakt. Es bewegen sich jeweils die Beine einer Seite nach vorne. Zwischen dem Auffussen des rechten und des linken Beinpaares befindet sich eine kurze Flugphase (das heißt, alle Beine des Pferdes sind in der Luft!). Der Rennpass ist nicht einfach zu reiten und es gibt auch nicht allzu viele Pferde, die den Rennpass wirklich gut beherrschen. Neben dem Rennpass gibt es noch eine andere Gangart mit der gleichen Fußfolge - den "Schweinepass"! Dieses Wort bezeichnet einfach den langsamen Passgang ohne Flugphase, den im Gegensatz zum Rennpass sehr viele Isländer beherrschen, der aber natürlich total unerwünscht ist!

 

Der Vollständigkeit halber noch zu erwähnen sind die beiden klassischen Gangarten Trab und Galopp.

Der Trab:

Link zur Animationen des Künstler Pétur Behrens auf der Homepage der isländischen Zeitschrift Eidfaxi

Der Galopp:

Link zur Animationen des Künstler Pétur Behrens auf der Homepage der isländischen Zeitschrift Eidfaxi

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 09. Juli 2009 um 22:21 Uhr
 

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